„We care Mainz“ startet erneut
"We Care"-Mitarbeiterinnen Carmen Frenzel und Johanna Heufert.
"We care Mainz" richtet sich an junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren aus dem Mainzer Stadtgebiet, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Ein besonderer Fokus liegt dabei heute auf Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund oder Fluchtgeschichte sowie auf jungen Menschen, die unversorgt sind und "durchs System gefallen" sind - also keinen Zugang mehr zu Schule, Ausbildung, Erwerbsarbeit oder staatlichen Unterstützungsleistungen haben. Zuständig für das Projekt sind die Diplom-Sozialpädagogin Carmen Frenzel und die Erziehungswissenschaftlerin Johanna Heufert. Beide Caritas-Mitarbeiterinnen bringen durch ihre langjährigen Tätigkeiten im Bereich Jugendsozialarbeit viel Erfahrung mit und freuen sich auf den Neustart. "Die Jugendlichen befinden stehen am Scheideweg ihres Lebens, suchen ihren Weg und sind dankbar für Unterstützung", erläutert Carmen Frenzel.
Begleitung in Übergangsphase
Die Phase des Übergangs von Schule in den Beruf ist häufig von großen Veränderungen geprägt: Freundeskreise lösen sich auf, der vertraute Alltag endet und wichtige Entscheidungen für die eigene Zukunft stehen an. Gleichzeitig fällt in diese Zeit oft auch die Ablösung vom Elternhaus. Kommen zusätzlich belastende Ereignisse wie Erkrankungen, familiäre Krisen, finanzielle Sorgen, aufenthaltsrechtliche Unsicherheiten oder Sorgen um Angehörige im Herkunftsland hinzu, geraten viele junge Menschen in schwere Krisen.
Hier setzt "We care Mainz" an: Das Projekt bietet niedrigschwellige, aufsuchende Sozialarbeit sowie psychosoziale Einzelfallberatung. "Wir unterstützen bei familiären Konflikten, psychischen und gesundheitlichen Problemen, bei der Antragstellung und im Kontakt mit Behörden", so die Sozialpädagogin. Darüber hinaus dreht es sich natürlich um schulische und berufliche Fragen. "Wir entwickeln gemeinsam mit den jungen Menschen realistische Zukunftsperspektiven", führt Carmen Frenzel weiter aus.
Bewusst niedrigschwellig
Konkret umfasst das Angebot individuelle Beratungen, Begleitung zu Behörden sowie eine wöchentliche offene Sprechstunde im Haus der Jugend und perspektivisch auch im Jugendhilfezentrum St. Nikolaus - jeweils ohne Anmeldung. Durch die gute Vernetzung des Projekts profitieren die Klientinnen und Klienten von zahlreichen Kooperationspartner*innen. So stehen beispielsweise innerhalb des Caritasverbands Mainz e. V. unter anderem das Psychosoziale Zentrum für Flucht und Trauma, das U25-Projekt zur Suizidprävention, sowie die Familien- und Lebensberatungsstelle als Partner zur Seite. Wichtig sei, so betont Frenzel, dass die jungen Menschen eine*n persönliche*n Ansprechpartne*:in haben: "Manchmal reicht ein Gespräch, andere Jugendliche werden über Wochen von uns begleitet." Die Rückmeldungen der Jugendlichen machen deutlich, wie wichtig dieses Angebot ist: Die Begleitung gibt Halt, Orientierung und oft auch neues Selbstbewusstsein für die nächsten Schritte ins Erwachsenenleben.
Kontakt:
E-Mail: wecaremainz@caritas-mainz.de
Carmen Frenzel
Mobil: 0160 1479045
E-Mail: c.frenzel@caritas-mainz.de
Johanna Heufert
Mobil: 0151 5416906
E-Mail: j.heufert@caritas-mainz.de