Das Familienzentrum Mühlrad ist seit vielen Jahren ein zentraler Ort der Begegnung in der Gemeinde Budenheim. Mit vielfältigen Angeboten in der Schulkindbetreuung, der Gemeinwesenarbeit sowie mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Geflüchtete leistet das Zentrum einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander.
Mit der neu geschaffenen Stelle der Quartiersmanagerin wird dieses Engagement nun gezielt ausgeweitet. Ziel der Quartiersarbeit ist es, soziale Strukturen in Wohnquartieren zu stärken, Beteiligung zu fördern und Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in Entwicklungsprozesse einzubeziehen.
Objektsanierung in der Römerstraße 51-53
Budenheims Bürgermeister Stephan Hinz, Leiter des Familienzentrums Mühlrad Sebastian Schlitz, die neue Quartiersmanagerin Alexandra Kolb sowie Adam Molczyk und Wolfgang Schier von der Wohnbau Budenheim (v.l.n.r.) vor dem Sanierungsobjekt Römerstraße 51-53.
Eine ihrer ersten Aufgaben übernimmt Alexandra Kolb im Rahmen des Projekts "Wohnen am Wald", das aktuell die Objektsanierung Römerstraße 51-53 betrifft. Der 55 Jahre alte Hochhauskomplex mit insgesamt 66 Wohneinheiten und mehr als 100 Mieterinnen und Mietern ist äußerlich deutlich in die Jahre gekommen. Seit Januar 2026 werden die Gebäude im Auftrag der Wohnbau Budenheim umfassend saniert, die Fertigstellung ist für Februar 2027 geplant.
Die aufwändige Sanierung umfasst die Erneuerung der Fassade inklusive Neugestaltung der Balkone, die Modernisierung der Aufzüge und des Treppenhauses sowie die Sanierung der Bäder in den einzelnen Wohnungen. Hinzu kommt eine energetische Sanierung auf dem neuesten Stand.
"Uns war es von Anfang an wichtig, die Mieterinnen und Mieter mitzunehmen", erklärt Wolfgang Schier, Technischer Leiter der Wohnbau Budenheim. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wohnbau Budenheim Adam Molczyk habe man in allen 66 Wohnungen persönliche Gespräche geführt, um über das Projekt zu informieren. "Die Menschen freuen sich auf das neue Erscheinungsbild ihres Zuhauses nach der Sanierung", berichten die beiden. Gleichzeitig sei allen bewusst, dass die Bauphase mit Lärm und Schmutz verbunden sei und manche Themen erst im Verlauf der Arbeiten sichtbar würden.
Ansprechpartnerin für Anliegen und Sorgen
Vor diesem Hintergrund haben die Wohnbau Budenheim und die Gemeinde mit Unterstützung des Familienzentrums Mühlrad entschieden, eine Quartiersmanagerin einzusetzen. Alexandra Kolb soll künftig als Bindeglied zwischen Mieterinnen und Mietern, Wohnbau, Gemeinde und der angrenzenden Nachbarschaft fungieren. Sie steht als Ansprechpartnerin für Sorgen, Ängste und Anliegen zur Verfügung und begleitet die Menschen sozialpädagogisch durch die herausfordernde Zeit der Sanierung.
Ihr Büro wird die Diplom-Pädagogin direkt im Gebäude in der Römerstraße beziehen. "Bei mir sollen die Menschen kurze Wege haben und offene Türen vorfinden", betont Alexandra Kolb. Anliegen rund um die Sanierung hätten ebenso Platz wie andere Fragen oder Unterstützungsbedarfe: "Zentrale Themen der Quartiersarbeit werden das Leben auf einer Baustelle sein sowie die Frage, was die Menschen in der Römerstraße 51-53 von ihrem Wohnen künftig wollen."
Neben der Begleitung während der Bauphase wird Alexandra Kolb im ersten Schritt ein Konzept zur Quartiersentwicklung erarbeiten. Dabei sucht sie gezielt den Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und nimmt deren Anliegen auf. Die aktive Beteiligung der Menschen vor Ort bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung.
Bauliche Entwicklung und sozialer Zusammenhalt
Perspektivisch soll es nicht bei der Sanierung des Hochhauskomplexes bleiben. Bürgermeister Stephan Hinz betont, dass das gesamte Quartier unter dem Namen "Wohnen am Wald" weiterentwickelt werden soll. Ziel sei ein zukunftsfähiges Quartier mit vielfältigen Facetten, darunter auch seniorengerechte Wohnangebote.
Durch das gewachsene Netzwerk und die langjährige Erfahrung des Familienzentrums Mühlrad, das zum Caritasverband Mainz e.V. gehört, können die Bewohnerinnen und Bewohner zudem auf Unterstützung in weiteren sozialen Belangen zählen. So verbindet die neue Quartiersarbeit bauliche Entwicklung mit sozialem Zusammenhalt - und setzt ein starkes Zeichen für ein lebendiges und solidarisches Budenheim.